Liebe Gemeinde, es ist Zeit „Adieu“ zu sagen!
Seit Februar 2007 arbeite ich als Gemeindepädagogin in Birkenau und seit Januar 2017 auch wieder in Mörlenbach. Kooperation und Nachbarschaft wie sie jetzt sind und werden, waren noch sehr weit weg. Dennoch habe ich, spätestens ab 2017, Menschen aus den beiden Kirchengemeinden und darüber hinaus im Bereich der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien zu gemeinsamen Angeboten eingeladen, mit ihnen zusammen Glauben entdeckt und gelebt. Kinderbibeltage, Taizé-Jugendfreizeiten, Konfi-Freizeiten und -Angebote, Kinderkirchentage, Kinder- und Familiengottesdienste, Familienkirchen, Konfi3, Arbeit mit Teamerinnen und Teamern, Nili-Kleinkindgottesdienste, Psalmtage und vieles, vieles mehr wurden so gedacht, geplant und durchgeführt, dass Gemeindegrenzen keine Grenzen mehr waren. Das Verbindende stand im Vordergrund: Wir gehören zusammen, als Kinder Gottes, als seine Ebenbilder.
19 Jahre Birkenau und 9 Jahre Mörlenbach enden. Ich habe mich dazu entschlossen, die Nachbarschaft zu verlassen und mich Neuem zuzuwenden. Das Fest der Auferstehung, Ostern, wird mein letztes Fest sein, das ich hier als Gemeindepädagogin mit Kindern, Jugendlichen und Familien feiern werde. Ein letztes Mal „Jesus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!“ mit den Menschen, mit denen und für die ich all diese Jahre mit viel Freude und Herz gearbeitet habe.
So verabschiede ich mich von Ihnen und euch und sage „Danke!“. Danke all denen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben und die mit mir gearbeitet haben, die ich anleiten durfte, mit denen ich ein Stück ihres Lebensweges gehen durfte, denen ich von der Liebe Gottes erzählen durfte, die mich begleitet und unterstützt haben, die mit mir Spaß und Freude im gemeinsamen Tun und Erleben hatten und die für mich meinen Beruf bis heute zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Diese Erfahrungen, die ich hier machen durfte, werde ich in mein neues Tätigkeitsfeld mitnehmen.
Adieu und bleibt behütet! Gott segne euch!
Wort aus der Gemeinde:
„Wir bedauern es sehr, dass unsere Gemeindepädagogin geht. Aber sie bleibt uns im Dekanat erhalten und darüber freuen wir uns.“
Wir haben Anke Thürigen im Gottesdienst am 8. März feierlich verabschiedet und gesegnet. Die Gruß- und Dankesworte waren für sehr viele Menschen sehr emotional und tief berührend. Beim Empfang im Anschluss and den Gottesdienst ergriffen viele Gäste die Gelegenheit, sich persönlich von Anke Thürigen zu verabschieden und ihr alles Gute zu wünschen.
Beim Weltgebetstag engagieren sich Frauen über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg dafür, dass Mädchen und Frauen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. In diesem Jahr richtete sich der Blick nach Nigeria. Die Frauen aus Nigeria hatten für die Liturgie Mt 11,28-30 gewählt. Sie erzählten in Lebensbildern von den eigenen Lasten im Alltag und luden uns ein, Jesu Wort zu folgen: „Kommt! Bringt eure Last.“ Davon erzählt auch das Titelbild der nigerianischen Künstlerin Gift Amarachi Ottah mit dem Titel: „Ruhe für die Erschöpften.“
Der ökumenische Gottesdienst zum Weltgebetstag wurde von Frauen beider Konfessionen liebevoll vorbereitet und im kath. Pfarr- und Kolpingheim gefeiert. Dabei beeindruckten die Bilder zu den Geschichten, die mit dem Beamer großflächig an die Wand projiziert wurden, und das Akkordeon-Trio, das die wunderbaren Lieder stimmungsvoll begleitete. Im Anschluss an den Gottesdienst wurden einige nigerianische Gerichte angeboten, die vom Team nach Originalrezepten zubereitet wurden, und die Gäste verweilten gerne noch eine ganze Weile in geselliger Runde.
Nach 26 Jahren im Dienst unserer Evangelischen Kirchengemeinde Mörlenbach verabschieden wir uns von Tamara Weber.
Über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg war sie als Raumpflegerin und Hausmeisterin eine feste Größe in unserer Gemeinde. Oft im Hintergrund, aber unverzichtbar: mit einem Blick für das, was gebraucht wird, mit Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Verantwortungsgefühl. Viele von uns haben es als selbstverständlich erlebt, dass Räume bereit waren, Dinge funktionierten und alles seinen Platz hatte – all das ist auch ihr Verdienst.
Tamara Weber war über all die Jahre hinweg eine verlässliche Konstante. Sie kannte unser Haus und die Abläufe. Ihr Dienst war auch ein Beitrag zum Miteinander unserer Gemeinde.
Nun beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt: Sie orientiert sich beruflich um und wird künftig als Floristin arbeiten. Wir danken ihr von Herzen für alles, was sie unserer Gemeinde geschenkt hat, und wünschen ihr für den neuen Weg viel Freude, Mut und Gottes Segen.
Ein volles Gotteshaus, viele neugierige Kinder und gespannte Stille von Anfang bis Ende: Das Kinder-Orgelkonzert „Arche Noah“ in unserer Kirche war ein rundum gelungenes Erlebnis.
Große und kleine Besucher:innen begaben sich auf eine musikalische Reise durch eine der bekanntesten biblischen Geschichten. Wie klingt ein Regenguss auf der Orgel? Wie der Einzug der Tiere in die Arche? Mit Musik von Johann Sebastian Bach wurde die Geschichte von Noah lebendig, spannend, lustig und mitreißend erzählt. Besonders schön war zu erleben, wie aufmerksam und begeistert die Kinder dabei waren – vom ersten Ton bis zum letzten Akkord.
Die musikalische Grundlage bildete eine Bearbeitung des Komponisten Johannes Matthias Michel, der die Noah-Erzählung in eine moderne Sprache fasst und mit bekannten Bach-Werken verbindet. So kündigte die berühmte Toccata in d-Moll die Sintflut an, die Fantasie G-Dur ließ die Vögel fliegen, und mit „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ zogen die Langbein-Tiere in die Arche ein. Ein Klangbild, das Kinder staunen ließ und auch Bachliebhaber:innen erfreute.
Gestaltet wurde das Konzert von Christin Raschke als Erzählerin und Carolin Raschke an der Orgel. Mit viel Gespür für Klangfarben und Dynamik machte sie das große Instrument auch für junge Zuhörer anschaulich erlebbar. Eine Videoübertragung zeigte die komplexe Hand- und Fußarbeit der Organistin live, sodass besonders die Kinder genau verfolgen konnten, wie die Musik entsteht. Die beiden Schwestern verbanden Musik und Wort auf eindrucksvolle Weise – mal humorvoll, mal berührend, und immer kindgerecht und lebendig.
Wir haben uns sehr über die große Resonanz, die volle Kirche und die vielen interessierten Kinder gefreut. Dieses Konzert hat gezeigt, wie Musik, Glaube und Fantasie zusammenkommen können – und wie Kirche zu einem Ort wird, an dem Neugier und Freude ihren Platz haben.
Mit einem festlichen Neujahrskonzert begann das Jahr in der ev. Kirche Mörlenbach auf besonders schöne Weise. Rund 200 Besucherinnen und Besucher füllten am Neujahrstag unser Gotteshaus bis auf den letzten Platz und erlebten ein begeisterndes Konzert unter dem Titel „Oper küsst Operette“.
Auf Einladung von Astrid Teigesser, die in unserer Gemeinde für „Kunst in der Kirche“ verantwortlich ist, gestalteten Studierende der Musikhochschule Mannheim das Programm. Die Sopranistin Marta Hadzimanov und der Bariton Ljubomir Milanovic begeisterten mit Arien und Duetten aus Oper und Operette – ausdrucksstark gesungen und zugleich szenisch gestaltet. Am Klavier wurden sie einfühlsam begleitet von Anastasiia Ivanova.
Besondere Höhepunkte waren die gemeinsam gesungenen Duette, unter anderem aus Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ und „Don Giovanni“ sowie das bekannte „Lippen schweigen“ aus Franz Lehárs „Die lustige Witwe“. Dass die beiden Solisten auch privat ein Paar sind, erklärte ihre besondere Harmonie auf der Bühne. Das Programm spannte einen weiten musikalischen Bogen – von Mozart über Wagner, Puccini und Humperdinck bis hin zur Operette – und wurde vom Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen.
Es war ein „wunderbarer Start ins neue Jahr“. In diesem Sinne schlug „Kunst in der Kirche“ erneut eine Brücke zwischen geistlicher Tradition und weltlicher Kunst. Pfarrerin Mirjam Daume-Wolff beschloss den Neujahrstag mit dem Segen für das neue Jahr.