2025: Höhepunkte im Rückblick

Jubiläumsjahr: „Glaube verbindet“ - 75 Jahre evangelische Kirche in Mörlenbach

7. Dezember – Am 2. Advent feierten wir den großen Jubiläumsgottesdienst

Ein Jubiläum voller Dankbarkeit – 75 Jahre Kirchengemeinde

Mit einem festlichen Gottesdienst am 2. Advent haben wir das 75-jährige Bestehen unserer Kirche gefeiert. Viele Menschen sind gekommen: aus unterschiedlichen Generationen, mit unterschiedlichen Zugängen zur Gemeinde, aber mit einer gemeinsamen Verbundenheit. Unsere Kirche war an diesem Nachmittag feierlich beleuchtet, und schon beim Ankommen konnte man spüren, dass dieser Tag besonders war. 

Der Jubiläumsgottesdienst stand unter dem Leitwort des für den Sonntag vorgesehenen Predigttextes Lukas 21,28ff „Seht auf und erhebt eure Häupter“, über welchen vor 75 Jahren schon Martin Niemöller zur Einweihung der Kirche gepredigt hatte. In einer dreigenerationalen Predigt haben Pfarrer Eckhard Grebenstein, Pfarrerin Edith Unrath-Dörsam und Pfarrerin Dr. Mirjam Daume-Wolff, drei Pfarrerinnen und Pfarrer aus unterschiedlichen Jahrzehnten, persönliche Wege in den Pfarrberuf geteilt, den biblischen Text ausgelegt und miteinander gefragt, was uns heute Hoffnung gibt und uns „aufsehen“ lässt. So wurde spürbar: Jede Zeit bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich – und doch trägt Gottes Zusage durch alle Zeiten hindurch.

Ein solcher Gottesdienst gelingt nur gemeinsam. Deshalb möchten wir von Herzen Danke sagen: Danke an alle, die diesen Gottesdienst vorbereitet, mitgedacht und mitgestaltet haben, an alle musikalisch Beteiligten - unsere Organistin, den Posaunenchor, den Projektchor und das Ehepaar Bonfert/Blomeyer. Danke an unsere Küsterin, an die Technik, an alle helfenden Hände beim Auf- und Abbau. Danke an die Mitwirkenden im Gottesdienst, in der Liturgie, Lesungen und Gebete.

Ein besonderer Dank gilt dem Jubiläumsausschuss, der über das gesamte Jahr hinweg mit großem Engagement, Kreativität und Ausdauer dieses Jubiläumsjahr geplant und gestaltet hat. Ebenso danken wir allen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, die oft im Hintergrund wirken und doch dafür sorgen, dass „der Laden läuft“. Ihr seid tragende Säulen unserer Gemeinde.

Wir danken auch unseren Gästen aus Kirche, Kommune und Ökumene sowie allen Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunden der Gemeinde, die diesen Gottesdienst mit uns gefeiert haben. Eure Präsenz hat gezeigt: Unsere Kirchengemeinde ist gut vernetzt und vielfältig verbunden. Dieser Jubiläumsgottesdienst war ein Moment des Innehaltens, des Dankes und der Hoffnung. Er hat sichtbar gemacht, was unsere Gemeinde ausmacht: Menschen, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen, teilen, zuhören, glauben und suchen. Menschen, die – jede und jeder auf eigene Weise – dazu beitragen, dass Gottes Licht hier vor Ort leuchtet. Mit Dankbarkeit blicken wir zurück – und mit Zuversicht nach vorn.

6. November - Yoga-Andacht zum Loslassen

Mit Gott zur Ruhe kommen – eine besondere Erfahrung für Körper, Geist und Seele

In unserem Kirchraum fand eine besondere Andacht im Rahmen unseres Jubiläumsjahres statt: die Yoga-Andacht zum Thema „Loslassen“ mit Pfarrerin Mareike von Nordheim aus Bensheim-Auerbach.

Viele Teilnehmende folgten der Einladung, sich inmitten der dunkler werdenden Jahreszeit bewusst Zeit für sich und für Gott zu nehmen. Auf Matten und Decken fanden alle ihren Platz – offen für Begegnung, Bewegung und Stille.

Pfarrerin von Nordheim, ausgebildete Sela-Yogalehrerin, führte durch eine behutsame Einheit aus sanften Körperübungen, Atemarbeit und kurzen Zeiten des Gebets. Durch Bibelworte und Achtsamkeit wurden Körper und Seele gleichermaßen gestärkt. So wurde spürbar, was Sela-Yoga meint: innehalten, ausatmen, Gott Raum geben.

Viele Teilnehmende beschrieben die Andacht als wohltuend, entschleunigend und tief berührend – ein Abend, der dazu einlud, Sorgen abzugeben und mit „leichteren Schultern“ nach Hause zu gehen.

Wir danken Pfarrerin Mareike von Nordheim herzlich für diese bereichernde Erfahrung und allen, die mitgemacht haben. Möge uns das, was wir in dieser Andacht erfahren durften, auch im Alltag begleiten: Loslassen – und in Gottes Gegenwart zur Ruhe kommen.

28. September – Jubelkonfirmation

Ein besonderer Sonntag liegt hinter uns: Wir feierten mit 20 Jubilar:innen in unserer Kirche Jubelkonfirmation. Viele frühere Konfirmand:innen aus verschiedenen Jahrgängen und Generationen waren gekommen, um diesen Tag gemeinsam zu begehen – dankbar und mit vielen schönen Erinnerungen an frühere Zeiten.

Im festlichen Gottesdienst erinnerten wir uns an die Konfirmation vor vielen Jahrzehnten – an die Menschen, die uns begleitet haben, an gemeinsame Erlebnisse und an den Segen, der uns damals zugesprochen wurde und der uns bis heute begleitet. Die Musik, die vertrauten Lieder und das gemeinsame Abendmahl gaben diesem Tag eine besonders feierliche und zugleich persönliche Atmosphäre.

Nach dem Gottesdienst blieb noch Zeit für Begegnungen, Gespräche und viele „Weißt du noch…?“-Momente, die besonders durch die Ausstellung der Fotos aus 75 Jahren Konfirmation in Mörlenbach, die Petra Steiner und Birgit Raschke anlässlich des Jubiläumsjahres zusammengestellt hatte, verstärkt wurden. Beim gemeinsamen Mittagessen im griechischen Restaurant wurden dann noch alte Fotos gezeigt, Geschichten erzählt und Freundschaften wieder aufgefrischt.

Wir freuen uns, dass so viele Jubiläumskonfirmandinnen und -konfirmanden unserer Einladung gefolgt sind, und gratulieren herzlich.

29. Juni - Ein Sommerfest für die ganze Gemeinde mit Musik, Genuss und Gemeinschaft

Ein ganz besonderes Jubiläum steht in diesem Jahr an: Die evangelische Kirche Mörlenbach feiert ihr 75-jähriges Bestehen – ein Anlass, der unter dem Motto „Glaube verbindet“ mit einem großen Jubiläums-Sommerfest begangen wurde. 

Gemeinsam wurde dieses bedeutende Ereignis gefeiert – mit festlichem Gottesdienst, Live-Band, kulinarischen Genüssen und buntem Programm für Jung und Alt.

Der Tag begann mit einem sommerlichen Gottesdienst. Inmitten von Dankbarkeit, Musik und Segen wurde dabei auch ein musikalisches Highlight präsentiert: Der neue Gemeinde-Kirchensong, eigens komponiert zum Jubiläum, wurde erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit bewegendem Text und moderner Melodie soll er die Menschen verbinden und lange in Erinnerung bleiben.

Im Anschluss verwandelte sich das Kirchengelände in ein lebendiges Fest voller Freude und Begegnung. Die Event-Band Santa‘s Five aus Ober-Ramstadt, bestehend aus fünf jungen Musikern an Trompeten, Posaune, Saxophon und Tenorhorn, sorgte für sommerliche Stimmung und lud zum Mitsingen und Mitfeiern ein. Während sich die Kleinsten auf der Hüpfburg austoben konnten, erwartete die Gäste ein vielfältiges Angebot an Verkaufsständen, handgefertigten Produkten und kulinarischen Köstlichkeiten: Von herzhaften Grillspezialitäten über frische Salate bis hin zum reichhaltigen Kuchenbuffet mit selbstgebackenen Leckereien war für jeden Geschmack etwas dabei.

„Dieses Fest soll nicht nur ein Rückblick auf 75 bewegte Jahre sein, sondern vor allem ein Zeichen lebendiger Gemeinschaft“, sagte Pfarrerin Mirjam Daume-Wolff. „Es zeigt: Unsere Kirche ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch des Miteinanders.“

Ob langjähriges Gemeindemitglied oder neugieriger Besucher – das Jubiläums-Sommerfest unserer Gemeinde lud alle ein, gemeinsam zu feiern, sich auszutauschen und neue Verbindungen zu knüpfen. Denn: Glaube verbindet – gestern, heute und morgen.

13. April - Bunte Freude an Palmsonntag – Unsere Kirche voller Leben

Bunt und lebendig war unsere Kirche Kunterbunt am Palmsonntag und es war einfach wunderbar.

Gemeinsam mit 90 kleinen und großen Menschen haben wir den Einzug Jesu nach Jerusalem gefeiert: mit selbst gebastelten Palmzweigen, einem echten Esel zum Streicheln, einem kleinen Theaterstück und kunterbunten Kreativstationen und einer Segensstation unter Palmen. Kinder und Erwachsene waren eingeladen zu basteln, zu fragen, zu entdecken und zu staunen: Wer ist dieser Jesus – der König, der auf einem Esel kommt?

Besonders schön war es zu sehen, wie ganze Familien gemeinsam auf Entdeckungsreise gegangen sind – ob beim Ostergarten gestalten, bei der Schnitzeljagd oder beim Segen unter den Palmwedeln. Die Erzählung rund um den Einzug Jesu nach Jerusalem wurde an diesem Tag auf verschiedene Weise erlebbar.

Ein großes und herzliches Dankeschön an alle, die mitgeplant, vorbereitet, auf- und abgebaut, gebastelt, begleitet, gespielt, dekoriert, gesungen, gebacken und aufgeräumt haben. Ihr habt diesen Tag mit eurer Zeit und eurer Kreativität möglich gemacht. Kirche Kunterbunt lebt von euch – und für euch. 

8. April – „Heraus aus der Blase – hinein in die Geschichte“

Begegnungsnachmittag mit Vortrag zur Orts- und Kirchengeschichte

Es trafen sich nette Leute aller Generationen zu einem besonderen Begegnungsnachmittag im Gemeindehaus. Neben Kaffee, Kuchen und lebendigem Austausch stand ein Vortrag auf dem Programm, der uns als Kirchengemeinde ein ganz neues Licht auf unsere eigene Geschichte warf.

Frau Dr. Katja Gesche, Geopark-vor-Ort-Begleiterin und Politologin aus Mörlenbach, nahm uns mit auf eine ebenso fundierte wie anschauliche Zeitreise durch 1.200 Jahre Mörlenbacher Geschichte. Im Mittelpunkt stand dabei auch die Entwicklung der christlichen Kirchen vor Ort – evangelisch wie katholisch. Besonders spannend war für uns als evangelische Kirchengemeinde die Erkenntnis, dass unser heute traditionell katholisch geprägter Ort für etwa 80 Jahre evangelisch-lutherisch war.

Denn Mörlenbach gehörte zur Zeit der Reformation zur Kurpfalz, die ab 1556 offiziell lutherisch wurde. Damit wurde auch Mörlenbach evangelisch. Erst im Jahr 1623, als die katholische Liga das Gebiet zurückeroberte, kehrte der Ort zum Katholizismus zurück. Der Vortrag sorgte für Staunen, lebhafte Gespräche und so manches Aha-Erlebnis und half uns, unsere eigene Kirchengemeinde im größeren Zusammenhang zu sehen: als Teil eines geschichtlichen, kulturellen und theologischen Geflechts, das bis heute nachwirkt. Wir wurden daran erinnert, dass unsere Gegenwart nicht ohne Vergangenheit zu verstehen ist – und dass unser Glaube sich immer auch in konkrete geschichtliche Kontexte hinein entfaltet.

Es war ein Nachmittag, der zum Nachdenken anregte, Verbindungen schuf – und dazu einlud, die eigene Gemeinde mit neuen Augen zu sehen. Unser herzlicher Dank gilt Frau Dr. Gesche für ihren inspirierenden Beitrag sowie allen Helfenden, die diesen Nachmittag mitgestaltet haben.

Am 15. März luden wir im Rahmen der 75-Tage-Aktion im Jubiläumsjahr zu einem besonderen Erlebnis ein: Linedance in der Kirche

Eine Kirche als Tanzfläche? Was zunächst ungewöhnlich klingt wurde in der ev. Kirche Wirklichkeit. Unter dem Motto „I like to move it“ luden wir zu einem außergewöhnlichen Nachmittag mit den Tanzexperten Anna Barf und Horst Hasieber ein, Kirche einmal anders zu erleben.

Hasieber, in Mörlenbach bekannt als leidenschaftlicher Boogie- und Rock ’n’ Roll-Tänzer, entführte gemeinsam mit Barf die Besucherinnen in die Welt des Linedance. Ohne feste Tanzpartner, aber mit viel Freude an der Bewegung, konnten die Teilnehmerinnen verschiedene Schrittfolgen ausprobieren und sich zu mitreißenden Rhythmen und dem ein oder anderen Kirchenlied bewegen – Kirchenlied bzw. Lied in der Kirche auf andere Art.

Auch für junge Menschen, die bereits an Flashmobs Spaß gefunden haben, bot dieser Nachmittag eine tolle Gelegenheit, die Gemeinschaft beim Tanzen zu erleben. Doch egal ob jung oder alt – alle ließen sich von der Begeisterung für Linedance anstecken.

Für die nötige Stärkung zwischendurch war auch gesorgt: In den Tanzpausen gab es Kaffee, Tee, Erfrischungsgetränke und Gebäck. Die Gäste genossen diesen besonderen Nachmittag und die ein oder andere verließ beschwingt im Tanzschritt das Gemeindehaus.

1. Januar - Neujahrskonzert

„Mit einer musikalischen Reise durch Frankreich ins neue Jahr“

Schon viele Jahre eine gute Tradition: Das Neujahrskonzert im Rahmen von „Kunst in der Kirche“ in unserer ev. Kirche in Mörlenbach. 

In diesem Jahr wurden die zahlreichen Gäste musikalisch nach Frankreich entführt. In der festlich geschmückten Kirche gestalteten Lara-Simone Articus (Gesang) und Franz Herb (Akkordeon und Klavier) das Konzert. 

Für Franz Herb einmal eine andere Gelegenheit, sich den Gästen in der Kirche zu präsentieren - Anfang Dezember wurde er in einem festlichen Gottesdienst unter Beteiligung des Posaunenchors, vieler Ehrengäste und der Überreichung der Ehrenurkunden für sein 60-jähriges Organistenjubiläum gefeiert.

Mit vielen bekannten Melodien und Chansons von Jaques Brel über Edith Piaf bis zu Cole Porter, bei dem vom Publikum begeistert mitgesummt wurde, zauberten die beiden Musiker einen Hauch von Frankreich in die Kirche.

Die liebevoll gestaltete Reiseroute sowie ein kleiner Reisekoffer mit passenden Accessoires diente als roter Faden für die gemeinsame musikalische Reise. Geträumt werden durfte in vier verschiedenen Themenblöcken von der Nacht über Frankreich, von der Liebe, vom Meer und von den Stimmen starker Frauen.

Eine abwechslungsreiche Mischung aus Moderation, Acapella-Stücken und Akkordeon-Potpourris sorgte für eine entspannte Stimmung. Die fachkundige Moderation übernahm Lara-Simone Articus selbst und brachte dem Publikum damit Hintergründe und Inhalte emotional näher. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam, begleitet von Franz Herb an der Orgel, das Taizé-Lied, „Jésus le Christ“ bei Kerzenlicht und mit Wunderkerzen. Astrid Teigesser bedankte sich im Namen der Gemeinde bei den Künstlern für das gelungene Neujahrskonzert.